
Die bevorzugte Webadresse: mit oder ohne www?
Archivbeitrag mit redaktionell überarbeitetem Inhalt
www und HTTP sind keine Alternativen. www kann Teil des Hostnamens sein; HTTP ist ein Übertragungsprotokoll, HTTPS dessen verschlüsselte Variante. Die Entscheidung lautet also, ob deine sichere Hauptadresse mit oder ohne www verwendet wird.
Ein konsistentes Adresssystem
https://beispiel.de und https://www.beispiel.de sind unterschiedliche Adressen, selbst wenn sie denselben Inhalt zeigen. Wähle eine bevorzugte Version und leite die andere mit einer geeigneten dauerhaften Weiterleitung dorthin. Canonical-Angaben, interne Links und Sitemap sollten derselben Richtung folgen. Das ist für Suchmaschinen und Besucher klarer als mehrere parallele Adressen.
Die Umstellung braucht mehr als eine Weiterleitung
Für beide Hostnamen müssen DNS und Zertifikat stimmen. Prüfe, ob HTTPS- und www-Regeln Schleifen oder unnötige Weiterleitungsketten erzeugen. Alte URLs sollten auf passende Inhalte führen, nicht pauschal auf die Startseite. Passe Apache- oder andere Serverregeln an das tatsächliche Hosting an. www allein macht ein Unternehmen nicht professioneller; konsequente Verwendung ist entscheidend.
- Alternative Adresse: Andere Namen oder Protokolle können weiterhin korrekte Auflösung und sichere Verbindungen benötigen.
- Primäres Ziel: Weiterleitungen bewahren den passenden Inhalt statt sämtliche Varianten zur Startseite zu schicken.
- Konsistente Angaben: Interne Links, Canonical und Sitemap unterstützen dieselbe Adressstruktur auch für die Sprachversionen.
Eine Hauptvariante festlegen
Die Verwendung von www ist vor allem eine Entscheidung zur Adressverwaltung. Beide Varianten können zu einer professionellen Website gehören. Behandle die Wahl deshalb nicht als Prestigeproblem. Wenn gedruckte Materialien und vorhandene Links bereits konsistent eine Variante nutzen, berücksichtige das. Wähle bei einem neuen Projekt eine gut kommunizierbare Adresse und verwende sie an wichtigen Stellen einheitlich. Visitenkarte, E-Mail-Signatur, interne Links und Suchmaschinenangaben sollten dieselbe Richtung zeigen. Ein konsistentes System bleibt wichtig, selbst wenn die zweite Variante ebenfalls technisch geöffnet werden kann. Die Wahl sollte die Nutzung vereinfachen statt neue parallele Adressen ohne klaren Zweck schaffen.
Möglichst direkt zum Ziel weiterleiten
Besucher sollten von alten oder sekundären Varianten möglichst unmittelbar zur gewünschten HTTPS-Adresse kommen. Unabhängige HTTP- und www-Regeln können längere Ketten erzeugen, wenn mehrere Ebenen dafür zuständig sind. Prüfe Hosting, Anwendung und gegebenenfalls Proxy gemeinsam. Übernimm Serveranweisungen nicht ungeprüft in eine andere Umgebung. Erstelle vor einer Liveänderung eine wiederherstellbare Sicherung. Teste Startseite und einen tiefer liegenden Artikel, damit dessen Pfad beim Weiterleiten erhalten bleibt. Eine Regel, die nur auf der Startseite richtig aussieht, kann andere Inhalte unbemerkt auf das falsche Ziel schicken.
Weiterleitung zum passenden Artikel.
- Alternative Adresse: Eine andere Namens- oder Protokollvariante.
- Primäre Adresse: Möglichst direkt zum gewählten HTTPS-Ziel.
- Derselbe Inhalt: Der Pfad des Artikels bleibt erhalten.
Zertifikate für beide Namen beachten
Beim Öffnen einer HTTPS-Adresse kann die Prüfung der sicheren Verbindung bereits vor dem eigentlichen Weiterleiten relevant sein. Die sekundäre Adresse darf deshalb nicht allein wegen einer späteren Weiterleitung mit ungeklärtem Zertifikat bleiben. Ordne Namensauflösung und Zertifikate dem tatsächlichen Hosting zu. Unterschiedliche Subdomain- oder Proxykonfigurationen können unterschiedliche Lösungen erfordern. Ignoriere eine Browserwarnung nicht einfach. Prüfe DNS, Servername und SSL/TLS-Einstellungen getrennt. Die sichere Erreichbarkeit der verwendeten Namen ist Teil der Umstellung, nicht erst eine zusätzliche Aufgabe, nachdem alle Weiterleitungen veröffentlicht wurden.
Inhaltliche Zuordnung überprüfen
Eine alternative Artikel- oder Referenzadresse sollte zum gleichen Inhalt führen, nicht pauschal zur Startseite. Aktualisiere interne Links auf die Hauptvariante. Sitemap und Canonical dürfen ihr nicht widersprechen. Bei mehreren Sprachen muss jede Seite ihre passende eigene Adresse angeben. Dokumentiere getestete Varianten, Endziele und Fehler. So entsteht mehr als eine attraktive URL: Die gewählte Struktur funktioniert überprüfbar für alle wichtigen Inhalte. Ein kurzer Testplan hilft auch nach späteren Hostingänderungen, weil dieselben Fälle wieder geprüft werden können statt nur die aktuelle Startseite anzusehen.